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Es werden Posts vom November 2, 2025 angezeigt.

Bestattungsrecht (u.a. nach Trennung und Scheidung) Wer entscheidet – und wer zahlt?

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Wer darf nach dem Tod über Bestattungsart und -ort entscheiden? Wer muss zahlen? Und was passiert, wenn niemand zahlen kann? Ein Überblick — besonders für getrennt lebende, geschiedene und unverheiratete Paare.   Der Tod eines nahestehenden Menschen trifft Angehörige häufig unvorbereitet — und konfrontiert sie unmittelbar mit praktischen und rechtlichen Fragen, für die kaum Zeit bleibt. Gerade in Trennungs- und Scheidungssituationen sowie in nichtehelichen Lebensgemeinschaften entstehen dabei regelmäßig Konflikte: Wer hat das Bestimmungsrecht? Wer muss die Kosten tragen? Und wann hilft der Staat? 1  |  Wer entscheidet? Das Totenfürsorgerecht Der Wille des Verstorbenen hat Vorrang — ob ausdrücklich in einer Bestattungsverfügung oder erkennbar aus gelebten Wünschen. Der BGH hat dies in seiner Leitentscheidung vom 26. Februar 1992 (XII ZR 58/91) klargestellt: Maßgeblich ist der Wille des Verstorbenen; er kann auch eine Person seines Vertrauens außerhalb der Familie m...

Krankheitsbedingte Kündigung: Was bedeutet das für Arbeitnehmer?

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Einleitung: Ihr Recht im Krankheitsfall – Klarheit und Sicherheit Viele Menschen fragen sich: Kann ich meinen Job verlieren, nur weil ich krank bin? Die Realität zeigt, dass krankheitsbedingte Kündigungen im deutschen Arbeitsrecht ein Dauerthema sind – und oft Unsicherheit auslösen. In diesem Beitrag erfahren Sie einfach und klar, wann und unter welchen Bedingungen eine krankheitsbedingte Kündigung möglich ist.   Was ist eine krankheitsbedingte Kündigung? Definition, Voraussetzungen und Bedeutung für Betroffene Krankheitsbedingte Kündigung heißt vereinfacht: Der Arbeitgeber beendet das Arbeitsverhältnis, weil der Arbeitnehmer durch Krankheit seine Arbeit dauerhaft oder immer wieder nicht erfüllen kann. Wichtig ist: Nicht die Krankheit selbst ist der Kündigungsgrund, sondern die Tatsache, dass die vertraglich geschuldete Leistung über längere Zeit (oder immer wieder) nicht erbracht werden kann. Wichtige Begriffserklärung: Personenbedingte Kündigung: Künd...

Gewalt in der Ehe: Wenn schwere Körperverletzung den Versorgungsausgleich ausschließt

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Gewalt in Beziehungen ist keine Seltenheit – und hat gravierende Folgen Gewalt in Ehe und Partnerscha ft ist leider noch immer Alltag für viele Menschen in Deutschland. Laut aktuellen Zahlen werden jedes Jahr mehr als 250.000 Menschen Opfer von häuslicher Gewalt – und in fast 80 Prozent der Fälle sind die Betroffenen Frauen. Besonders alarmierend: Jede dritte Frau erlebt im Laufe ihres Lebens mindestens einmal Gewalt durch den (Ex-)Partner . Die Polizeistatistik bildet dabei meist nur die Spitze des Eisbergs ab, denn viele Vorfälle werden aus Angst, Scham oder Unsicherheit nicht gemeldet. Die Formen der Gewalt reichen von psychischer Erniedrigung und Kontrolle bis hin zu gefährlicher Körperverletzung oder gar Tötungsdelikten. Wird eine Beziehung gewalttätig, können die Folgen für das Opfer schwerwiegend und dauerhaft sein. Eine besonders dramatische Folge ist etwa das Erblinden eines Ehegatten nach tätlichem Angriff. Doch welche rechtlichen Konsequenzen hat so ein Fall – insbesond...