Wer sein Fahrrad schiebt, gibt sein Vorfahrtsrecht nicht auf.


Ein Fahrradfahrer verliert nicht sein Vorfahrtsrecht an einer unübersichtlichen Kreuzung, wenn er sein Fahrrad über eine kurze Wegstrecke schiebt.

Diese Klarstellung traf kürzlich das Oberlandesgericht Bremen OLG Bremen, Urteil vom 14.2.2018, 1 U 37/17. Die Richter argumentierten, dass sich für einen Fahrradfahrer an seiner Einordnung als Fahrzeugführer in Sinne der Straßenverkehrsordnung nichts ändert, wenn er anhält, absteigt und sein Fahrrad kurzfristig schiebt. Es besteht ein so enger zeitlicher und räumlicher Zusammenhang mit dem Führen des Fahrrads, dass eine derartige Differenzierung nicht geboten ist.

Im Ergebnis konnte daher der Radfahrer Schadenersatz von dem Autofahrer erhalten, der ihm die Vorfahrt genommen und mit ihm zusammengestoßen war.



Fth | 27. Feb 2020 | Zu Recht !!


 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Coronavirus - Wir sind für Sie da

Stapelvollmacht im Autohaus und Werkstätten - Stellen Sie sich 2 Fragen