Donnerstag, 13. Dezember 2018

Ein guter Anwalt ist manchmal wichtiger als ein guter Freund

Ein guter Anwalt ist manchmal wichtiger als ein guter Freund - sagt man.

Doch oft zaudern die in Rechtsstreitigkeiten Verwickelten lange, ehe sie in Sachen Unterhalt, Abmahnung, Kündigung etc. einen Rechtsbeistand aufsuchen. Fällt dann aber der Entschluss, einen Anwalt einzubinden, soll es plötzlich ganz schnell gehen.
Ich bekomme vergangenen Mittwoch nach Büroschluss die Unterlagen (ein fetter A4-Ringordner) und um 9:10 Uhr am folgenden Tag fragt die Mandantin telefonisch nach, ob ich schon was sagen kann ("Wie stehen denn nun meine Chancen?"). …....... Die Akte lag bei ihr seit Wochen rum (auf Nachfrage zugegeben), und ich soll sie über Nacht durcharbeiten....

Drum mein Rat - besser mal zu früh nachfragen, als SO spät, denn manchmal ist es auch schon ZU spät! 

Am liebsten übrigens per email nachfragen.

Frank Theumer
13. Dez 2018






Montag, 10. Dezember 2018

Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort gem § 142 StGB (umgangssprachlich Fahrerflucht) - Welche Strafe droht?


Das Strafmaß für Fahrerflucht liegt danach bei einer Geld- oder einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren.

Wird Ihnen eine Unfallflucht vorgeworfen (wenn Sie also Pots von der Polizei haben), sollten Sie nicht vorschnell agieren. Rufen Sie mich so früh wie möglich an. Fragen Sie ruhig sofort nach den Kosten. (Die Frage nach den Kosten - quasi ein Kostenvoranschlag - ist immer kostenlos und sehr erwünscht.
Ich informiere Sie, worauf es in derartigen Verfahren ankommt, welche Besonderheiten zu beachten sind und wie die Rechtsprechung in vergleichbaren Fällen verfährt. Ich werde zunächst Akteneinsicht beantragen und die bestmögliche Verteidigungsstrategie für Sie entwickeln.
Da wegen Fahrerflucht eine Strafe droht, die durchaus empfindlicher Natur sein kann, sollte eine Anzeige nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Oftmals haben unbedachte Aussagen im Rahmen einer polizeilichen oder richterlichen Befragung bereits schwerwiegende Folgen, die im Nachhinein nur schwer wieder ausgebügelt werden können.
Das Strafmaß für Fahrerflucht ist grundsätzlich vom individuellen Einzelfall abhängig. Beeinflussend ist die Schwere des Unfalls, also ob es nur Bagatellschäden waren, ein erheblicher Sachschaden entstand oder ob Personen verletzt oder getötet worden sind.
Die mögliche Strafe bei Fahrerflucht wird im Strafgesetzbuch mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren festgelegt. Bei schweren Fällen ist es tatsächlich nicht unüblich, die Haftstrafe auszureizen. Das Strafgesetzbuch sieht für Straftaten, die im Zusammenhang mit einem Kfz begangen worden sind, Maßregeln der Besserung und Sicherung vor. Als Strafe für die Fahrerflucht kommt demnach also auch der Entzug der Fahrerlaubnis in Frage. Nach dem aktuellen Bußgeldkatalog gibt es außerdem drei Punkte in Flensburg, die "gutgeschrieben" werden.


Frank Theumer, 10. Dez 2018

Mitglied der Vereinigung Berliner Strafverteidiger e.V.